Die Schienentherapie ist ein bewährtes Verfahren zur Behandlung von funktionellen Störungen im Zahn- und Kieferbereich sowie von schlafbezogenen Problemen wie Schnarchen oder leichter Schlafapnoe.
1. Schienentherapie bei Bruxismus (Zähneknirschen und -pressen)
Viele Menschen knirschen oder pressen unbewusst mit den Zähnen – häufig nachts. Dies führt zu übermäßiger Abnutzung der Zahnsubstanz, Verspannungen in der Kaumuskulatur, Kiefergelenksbeschwerden und oftmals auch zu Kopf- oder Nackenschmerzen.
Eine individuell angepasste Aufbissschiene schützt die Zähne vor weiterem Abrieb, entlastet die Kiefergelenke und trägt zur muskulären Entspannung bei. So lassen sich Beschwerden reduzieren und Folgeschäden vermeiden.
2. Schienentherapie bei Schnarchen und Schlafapnoe
Neben dem klassischen Einsatz gegen Bruxismus werden spezielle Schienensysteme auch bei Schnarchen oder leichter obstruktiver Schlafapnoe eingesetzt. Diese sogenannten Unterkiefer-Protrusionsschienen verlagern den Unterkiefer leicht nach vorne, wodurch die oberen Atemwege erweitert und das Schnarchen deutlich reduziert werden. Dadurch verbessert sich die Sauerstoffversorgung während des Schlafs und die Schlafqualität steigt spürbar.
Diagnostik und Anpassung
Vor der Anfertigung einer Schiene erfolgt eine gründliche Untersuchung, gegebenenfalls ergänzt durch Funktionsanalysen oder schlafmedizinische Diagnostik. Auf Basis dieser Ergebnisse wird eine passgenaue Schiene aus hochwertigem Kunststoff individuell für Sie hergestellt.
Therapieziele
Schutz der Zahnsubstanz
Entlastung von Kiefergelenken und Muskulatur
Reduktion von Schmerzen und Verspannungen
Verbesserung der Schlafqualität
Vorbeugung von Folgeschäden